Die Macht hinter den Lobbyisten

Ich war einmal auf einer WKO-Veranstaltung. Die WKO ist die Interessensgemeinschaft der Wirtschaft in Österreich. Dort sagte ich zu einem recht unscheinbaren Mann: „Warum sitzen Sie nicht weiter vorne? Da gibt es noch genügend Platz – ich gehe auch dorthin!“ Er meinte: „Das brauche ich nicht. Da wo ich bin, ist vorne!“ Und sagte das mit einer unprätentiösen Selbstverständlichkeit.

Die Wirtschafts-Lobbyisten sind ja nur Handlanger. Von wem? Wer steckt dahinter?

Letztendlich die 1% oder genauer 0,1% der Superreichen. Nicht alle, nur die gierigen oder unbedarften Reichen, die einfach eine ordentliche Rendite sehen möchten. Für mich symbolisieren die Koch-Brothers in den USA so eher die dunkle Seite der Geld-Macht mit der Unterstützung der republikanischen Tea-Party. In dem Dokumentarfilm „Born rich“ scheinen die Eltern des Protagonisten einfach mit den Vermögensverwaltern zu planen, wie sie ihr Vermögen sichern, wahrscheinlich ohne wirklich zu wissen, welche Auswirkungen das hat.

Hans-Jürgen Kryzmanski hat als Soziologe sich genauer die 0,1% Superreichen angeschaut und versucht die verschiedenen Machtnetzwerke aufzudecken.

Ein sehr detailliertes Buch gibt es von Hans-Jürgen Jacobs: Wem gehört die Welt.
Als Buch sehr aufschlußreich, hier gibt es einen Vortrag von ihm:

Weitere kritische Quellen zu Blackrock als Beispiel sind:

Nicht alle Superreichen sind gierig und denken nur an sich und ihre Familien. Mir taugt eine Initiative aus den USA, in der einige Superreiche sich für mehr Steuern für Milliardäre einsetzen.